Die erste Terrasse:

Das "Feste Haus" ist heute noch als Ruine vorhanden und befindet sich an der höchsten Stelle des Gneisfelsens. Der viergeschossige Baukörper weist eine Länge von 18,20 Metern und eine Breite von 11,08 Metern auf. Die Mauerstärke beträgt im Untergeschoß 2,08 Meter, im ersten Obergeschoß hingegen nur mehr 1,75 Meter. Im dritten Geschoß lässt sich ein Trichterfenster des 11. Jahrhunderts feststellen. Die Hochburg ist von einer Umwehrung umgeben, die sich vollständig an den Felsenrand anfügt. Diese um die Hochburg verlaufende Ringmauer ist annähernd viereckig, weist nur im Norden einen Knick auf und besteht aus Quader- und Bruchsteinmauerwerk. In der Südostecke der Hochburg befindet sich eine umgebaute, tonnengewölbte Einfahrt, die in den inneren Burghof führt. Die Anlage ging jedoch bald an die Garser Burggrafen über, die verschiedene Ausbau- und Erweiterungsarbeiten durchführten und 1114 wird erstmals ein Erchenbert als Burggraf genannt. Im 14./15. Jahrhundert wurde die Anlage im Süden durch verschiedene Bauten erweitert. Im 16. Jahrhundert wurde ein Wohngebäudetrakt hinzugefügt. An der Südmauer der Hochburg sind eingemauerte Kragsteine eines Balkons sowie profilierte Konsolen aus dem 15./16. Jahrhundert zu erkennen. Zum Teil weisen die Fenstergewände Steckgitterlöcher und ein Sohlbankgesims auf. Äußerst interessant sind die Reste gemalter Wappen der Familien Tschernembl und Lamberg in einer Fensternische.
Burg Gars, Festes Haus
Reste der Umwehrung der Hochburg
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